Tamagotchi: Das digitale Haustier, das seit 30 Jahren begeistert

Dieses Jahr feiert das Tamagotchi sein 30-jähriges Jubiläum. Das kultige Spielzeug in Ei-Form fasziniert bis heute Gross und Klein: Von Farbbildschirm bis Kamera bieten moderne Modelle längst mehr als nur Füttern. Lerne drei aktuelle Versionen kennen.

Tamagotchi teaser

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Im November 2026 ist es 30 Jahre her, seit der Spielzeughersteller Bandai in Japan eines der bekanntesten elektronischen Spielzeuge der Welt auf den Markt gebracht hat: das Tamagotchi. 1997 gab es das virtuelle Haustier im eiförmigen Plastikgehäuse dann weltweit zu kaufen. Der Hype war riesig – und bis heute fasziniert dieses Spielzeug viele Kinder. 

Was ist ein Tamagotchi?

Das Wort Tamagotchi setzt sich zusammen aus dem japanischen «tama» (Ei) und dem englischen «watch» (Uhr). Um das kleine Tierchen auf dem Display muss man sich wie um ein echtes Haustier kümmern, sobald es aus seinem Ei geschlüpft ist. Es muss gefüttert werden, braucht Aufmerksamkeit und Zuwendung, manchmal weint es, oder es wird krank, und es entwickelt eine eigene Persönlichkeit. Bei Vernachlässigung – beispielsweise wenn man seine Häufchen nicht wegmacht, wenn es deswegen krank wird und man ihm nicht rechtzeitig Medizin gibt –, stirbt es, und das Spiel beginnt von vorne mit einem neuen Ei.

In den 2000er-Jahren kamen neue Tamagotchi-Versionen auf den Markt. Diese machten es unter anderem möglich, dass Freunde oder Geschwister ihre Tamagotchis verbinden konnten – um Geschenke auszutauschen oder auch zu heiraten und Kinder zu bekommen. Auch waren die neueren Versionen mit vielen verschiedenen Spielen und Charakteren ausgestattet, und man hatte die Möglichkeit, Gegenstände und Spielzeug für das Tamagotchi von einer speziellen Internetwebsite zu beziehen. 

3 aktuelle Modelle im Überblick

Verschwunden ist das Tamagotchi nie komplett, aber die heutigen Versionen unterscheiden sich ziemlich stark von denen aus den 90er-Jahren: So besitzen moderne Versionen hochauflösende Farbdisplays und Kameras. Bis heute kaufen sich Kinder, Jugendliche oder auch nostalgische Millennial-Eltern die digitalen Tierchen. 

Du möchtest deinem Kind (oder dir selbst) auch ein Tamagotchi schenken? Nachfolgend lernst du drei aktuell erhältliche Modelle besser kennen.

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Tamagotchi original Anngel Lace

Das Tamagotchi Original Angel Lace begeistert Kinder ab acht Jahren im eleganten Flügel- und Spitzendesign. Wie sich dein kleiner Engel entwickelt, liegt ganz in deinen Händen: Neben Füttern und Pflege musst du dein digitales Haustierchen sogar vor frechen Fledermausangriffen beschützen. Unterhaltsame Minispiele sorgen für zusätzlichen Spielspass. Dank der kompakten Form und der praktischen Kette wird der Begleiter einfach am Rucksack oder an der Tasche befestigt und ist überall dabei. Und dank der integrierten Lichtfunktion geht das Abenteuer selbst im Dunkeln nahtlos weiter.

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Tamagotchi original (12)

1990er oder 2020er? Das Namco Tamagotchi Original begeistert Kinder wie nostalgische Erwachsene mit seiner Originalprogrammierung aus den 90er-Jahren. Füttern, Spielen, Säubern und sogar das Disziplinieren gehören dazu, damit das kleine Wesen sich optimal entwickelt. Je nachdem, wie intensiv du dich um das Tierchen kümmerst, verwandelt es sich in eine von sieben unterschiedlichen Erwachsenenformen. Welches der verschiedenen Ei-Designs du erhältst, erfährst du erst beim Auspacken.

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Tamagotchi original Anngel Dress

Retro-Feeling dank klassischer 90er-Programmierung ist mit dem Tamagotchi Gen3 Angel Dress 42999 garantiert. Auch hier begleitest du das virtuelle Wesen auf dem Farb-LCD-Display vom Ei bis zum Erwachsenen. Wie sich dein Schützling entwickelt, hängt ganz von deiner Pflege und Zuwendung ab – zahlreiche Engel-Charaktere warten darauf, entdeckt zu werden! Ein unterhaltsames Minispiel und die praktische Kette zum Befestigen machen den Spielspass komplett.

Alle drei Modelle werden inklusive einer CR2032-Batterie geliefert und sind sofort einsatzbereit.

Besitzt du ein Tamagotchi?

Ein Begleiter für viele Jahre

Bei Gadgets wie dem Tamagotchi kann bei Eltern schnell mal die Frage aufkommen, wie lange sich das Kind denn für dieses virtuelle Wesen interessieren wird. Vielleicht nicht so lange, vielleicht aber wird dein Kind sein Tamagotchi viele Jahre lang behalten und immer mal wieder damit spielen – so wie es bei mir der Fall war. Denn mein Tamagotchi habe ich erst Anfang 2026 nach rund 20 Jahren entsorgt, nachdem sich auf dem Display nichts mehr regte und das Spielzeug wirklich «tot» war. 

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Aber von vorne: In den 2000ern, mit ungefähr zehn oder elf Jahren, wollte ich unbedingt ein Tamagotchi haben, nachdem ich immer mal wieder entsprechende TV-Werbung gesehen habe. Mein Bruder und ich legten uns nach einer Weile je eines zu. Mein Tamagotchi hatte etwa 40 Franken gekostet, was für mich als Primarschülerin schon ziemlich viel Geld war. Ich war so begeistert von dem weissen Ei mit Antenne, bunten Punkten und dem hüpfenden Ei auf dem Bildschirm, aus dem in wenigen Minuten mein erstes virtuelles Tierchen schlüpfen würde, dass ich es nicht für nötig hielt, die Bedienungsanleitung zu lesen. 

So kam es, dass das Spielzeug auf Englisch eingestellt war (eine Sprache, die ich in dem Alter noch nicht beherrscht hatte) und auf eine andere Zeitzone ausgerichtet war. Die Folge: Die Tamagotchi-Tierchen von meinem Bruder und mir waren vor allem nachts aktiv, während wir schliefen. Da wir sie so nicht regelmässig füttern, ihre Häufchen nicht zügig wegmachen und sie ausserdem nicht trösten konnten, wenn sie weinten (und das kam häufig vor, wenn sie noch Babys waren), wurden sie krank. Und auch ihre Medizin erhielten sie natürlich nicht pünktlich, sodass wir zu Beginn regelmässig zu schwebenden Engeln auf dem Display aufwachten – die kleinen Wesen waren aufgrund schwerer Vernachlässigung gestorben. 

So konnte es nicht weitergehen – wir mussten uns also mal die Bedienungsanleitung vornehmen. Und siehe da: Nun wurde alles einfacher, da die Tierchen mehr oder weniger dann wach waren, wenn wir es auch waren. Nun überlebten sie die Baby- und Kleinkindstufe, und wir fieberten darauf hin, endlich mal erwachsene Charaktere zu haben, die dann auch einen Job bekommen, Geld verdienen und hoffentlich irgendwann heiraten und sich fortpflanzen würden. Das Problem war nur, dass mein Bruder und ich uns nicht 24/7 um die Tamagotchis kümmern konnten, da wir in die Schule mussten. 

Wir hätten natürlich einfach die Tastenkombination für Pause drücken können, aber dann hätte sich das virtuelle Haustier nur langsam weiterentwickelt, und das wollten wir auf keinen Fall! Also lagen die Tamagotchis auf dem Sideboard neben dem Esstisch, während wir in der Schule waren, und piepsten (nicht immer fröhlich) vor sich hin, wenn sie etwas wollten – sehr zum Leidwesen unserer Mutter. Ich weiss nicht mehr genau, warum sich meine Mutter dazu hinreissen liess (sie war nämlich kein grosser Tamagotchi-Fan), aber irgendwann lernte sie, wie man die kleinen Wesen füttert, ihre Häufchen wegmacht und ihnen Medizin gibt. Doch auch sie war nicht immer daheim, wenn die Tamagotchi-Tiere gerade hungrig nach Futter oder Aufmerksamkeit waren, und so kam es, dass ich manchmal mit den Worten «Ich glaube, dein Tamagotchi ist vorhin gestorben» begrüsst wurde, wenn ich mittags aus der Schule kam. 

Irgendwann liess das Interesse an dem kleinen Pixeltierchen natürlich nach, und sein Leben wurde immer öfter für längere Zeit pausiert. Dennoch gab es immer wieder Phasen, in denen ich mein altes Tamagotchi für mich wiederentdeckte, neue Batterien einlegte und damit spielte – als Teenager, Studentin oder ab und zu auch noch in den letzten paar Jahren. Im Dezember 2025 packte mich einmal mehr aus dem Nichts das Tamagotchi-Fieber. Ich musste eine Weile suchen, bis ich das ehemals blitzweisse und nun eher gelblich angelaufene Ei zuunterst in einer Kiste fand. Und dann merkte ich: Das Ding geht nicht mehr an – selbst mit einer neuen Batterie nicht. Auf dem Display hüpfte ab und zu noch kurz ein Ei, so, als ob gleich ein Tamagotchi-Baby schlüpfen würde, aber dann verschwand es jeweils wieder, und das Display blieb blank. Bei einem Telefonat mit meiner Mutter erwähnte ich beiläufig, dass mein Tamagotchi wohl reif für die Tonne wäre. Zu meinem Erstaunen sagte meine Mutter, ich solle das Spielzeug an Weihnachten mitbringen, und sie würde versuchen, es wieder zum Laufen zu bringen. Doch die weihnachtliche Tamagotchi-Operation verlief erfolglos. Wir konnten es nicht mehr wiederbeleben. Was ihm wohl den Todesstoss verpasst hatte? Waren es die rund 20 Jahre, die das Gadget auf dem Buckel hatte, oder doch der Kontakt mit der Bodenheizung, da es zuunterst in einer Kiste gelegen und etwas gar viel Wärme abbekommen hatte? 

Eine Weile noch trug ich das tote Tamagotchi in meiner Handtasche herum und versuchte, wenn ich irgendwo warten musste, es durch wildes Herumdrücken der Tasten doch auf wundersame Weise wieder zum Leben zu erwecken – doch das Display blieb blank. Ruhe in Frieden, altes Tamagotchi!  

Welche Erfahrungen hast du (oder dein Kind) mit dem virtuellen Haustier gemacht? Erzähl es uns in den Kommentaren! 

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